In biblischer Zeit durchstreiften Löwen und Bären das Jordanbecken, und noch heute sorgt der Strom für üppige, grüne Oasen inmitten einer todbringenden, öden Wüstenlandschaft.
Gespeist von den Schmelzwasserbächen des Meron, der mit nur 1208 Metern der höchste Berg Israels ist, füllt der Heilige Fluss auf seinem Weg zum Toten Meer mehrere Seen und schafft so die Grundlage für einen außergewöhnlichen Garten Eden. Das Hulatal im Norden Israels ist vor allem als Eldorado für Zugvögel bekannt. Pelikane, Kraniche und Störche finden hier zu Zehntausenden eine saisonale Heimat. Ganzjährig bieten die Hänge des Meron dem Wolf ein ideales Jagdrevier, während die seltene Rohrkatze an den Ufern des Hulasees den Zugvögeln nachstellt. Von diesem grünen Paradies bahnt sich der Jordan über 150 Kilometer seinen Weg in Richtung Süden, durchströmt den See Genezareth und verschwindet schließlich an einem Ort so heiß wie die Hölle. Fast 400 Meter tief unter dem Meeresspiegel versickern große Mengen der Süßwasserfluten, ein weiterer Teil verdampft, und zurück bleibt ein Salzsee, in dem kaum Leben möglich ist. Das so genannte "Tote Meer" enthält zehnmal mehr Mineralien als jeder Ozean. Doch selbst an diesem bizarren, unwirtlichen Ort, der am Salz zu ersticken scheint, ist Leben möglich. Von der kärglichen Vegetation ernähren sich Wüstenspezialisten wie der Steinbock und der Klippschliefer, die wiederum Räubern wie Steinadlern, Füchsen und Schakalen als Nahrung dienen. Auch ihre Lebensgrundlage sind letztlich die Wasser des Jordan, die als Tau und Regen niedergehen.
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File Format: AVI
File Size: 319.98 MB
Play Time: 39:24 mins
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